Gästebuch

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Olli

Dienstag, 26-06-07 14:00

Hallo, Herr Biege,

eigentlich hatte ich mich auf Ihren Auftritt in der Riverboat-Talkshow gefreut. Wie viele andere Zuschauer wurde ich aber bitte enttäuscht. Man erfuhr nicht viel Neues. Natürlich verstehe ich, wenn Sie die Fragen nach Ihren Bruder Gert Christian nerven. Doch Frau Kiewel wollte eben auch die Ostalgieschiene bedienen... Fast peinlich war dann der gemeinsame Auftritt mit Ihren ehemaligen Kollegen. Auch wenn es live war, klappte überhaupt nichts. Woran lag's?

 

Michael

Montag, 25-06-07 12:49

Lieber Holger,
auch ich habe die Sendung "Riverboat" gesehen. Natürlich war das alles nicht so, wie es sein sollte, was weiß ich, habt Ihr nicht geprobt? Jedenfalls hab ich mir gedacht, dass im Schatten all dieser lackierrten Playbackshows und der auch live vorgeführten überperfektionistischen Hochglanz-Darbietungen im Fernsehen so ein faux pas doch auch irgendwie sehr erfrischen ist. Der große Elton John kann sich schon seit Jahrzehnten keine Texte merken und bei seinen Konzerten läuft ein Telepromter mit, ganz diskret versteht sich. Auch weltbekannte Sänger haben schon mal den falschen Ton getroffen - na und? Sicher war es ein bißchen peinlich, vor allem weil Mampe den vergeigten Einsatz nicht sofort korrigiert hat, was ein exzellenter Sänger (der er ohne jeden Zweifel ist) normalerweise unverzüglich "hingebogen" hätte, so, als sei der schräge Einstieg Absicht gewesen. Was ich Dir sagen will, lieber Holger: Du hast mir und sicherlich tausenden anderen Menschen mit Deiner wunderbaren Musik, mit Deinem leidenschaftlichen Gesang und Deiner mächtigen Klaviertechnik, die sich vortrefflich mit den zarten Melodien ergänzt, so viele Stunden ungetrübter Freude geschenkt, was soll es also, an 2 oder 3 Minuten rumzumäkeln, die im Fernsehen nicht so optimal liefen?
Vielleicht habt Ihr auf diese Weise sogar für einen besonderen Erinnerungswert gesorgt. Übrigens: Ich hab mir die Aufzeichnung mehrmals angesehen. Die Kollegen aus Ungarn - sie mögen mir verzeihen - waren gewiß die Ursache Deiner Probleme. Die trommelten einfach asynchron, also off beat und das hat Dich rhythmisch irritiert. Egal, Du bist auch nur ein Mensch, ein wunderbarer ganz sicher, und dafür LIEBE ich Dich!!!
Michael aus München (erinnerst Du Dich an mich?)

 

Sven

Samstag, 23-06-07 15:54

Lieber Holger Biege,
was war denn am Freitag mit Ihnen los!? Der Auftritt auf dem "Riverboot" war - auch wegen dem Kollegen von Electra - ein Desaster. Ich war schockiert. Ging es Ihnen nicht gut?

 

Holger Biege

Sonntag, 03-06-07 11:48

A n t w o r t (zu Eintrag 11):

Zunächst möchte ich mich bei Ihnen, lieber Johannes, für Ihre Mail bedanken, in der Sie auf eine penetrante Fehlermeldung bei Eintragungsversuchen hinwiesen. Hoffentlich führte dieser EDV-Fehler bei anderen Fragestellern nicht zur Resignation. Nach Weiterleitung Ihrer Information hoffe ich auf eine schnelle Lösung des Problems.

Doch nun zu Ihrer Frage:

Die persönlichen Begegnungen und kurzzeitige Zusammenarbeit mit Ai Vanh sind mir in besonderer Erinnerung geblieben. Zum Einen wegen der faszinierenden Stimme und menschlichen Ausstrahlung dieser vietnamesischen Sängerin, andererseits wegen einer üblen Boykottierung Ihrer Tournee und unserer Produktion, damals 1982, in der DDR. Die zwei Lieder die ich ihr gemeinsam mit Textdichterin Gisela Steineckert im Auftrag für ein Festival geschrieben hatte, liebte sie sehr. Und die Atmosphäre unserer beruflichen Zusammenarbeit war ausgesprochen herzlich. Um so bestürzender kam oben erwähnter Boykott, dessen Gründe bis heute im Dunkeln liegen.
Die Lieder Die Feuer sind ausgeglüht und Wir lieben uns (mit mir im Duett gesungen) durfte ich nur provisorisch, im Rundfunksender Leipzig, unter äußerst bescheidenen tontechnischen Bedingungen produzieren. Es gab eine öffentliche Ausstrahlung im DDR-Fernsehen. Der Verbleib der Tonbänder ist mir leider nicht bekannt.

HB

 

Johannes

Montag, 28-05-07 15:39

Lieber Holger Biege, noch eine Frage zu den frühen 80ern: Was wurde aus dem Projekt mit der vietnamesischen Sängerin Eivan oder Ai Vanh? Sind die Aufnahmen mal im Radio gelaufen, gibt es sie auf Schallplatte? :-) JK

 

Holger Biege

Samstag, 19-05-07 17:41

A n t w o r t (zu Eintrag 7) :

Sich ohne Management, PR-Büro und Medienbeistand heute in der Musikbranche behaupten zu wollen ist eigentlich aussichtslos. Andererseits bleibt Unabhängigkeit nur so gewahrt. Aber ganz ohne Unterstützung läuft auch hier nichts. Die Büroarbeit ist familiär aufgeteilt: Mein Sohn kümmert sich um Internetschaltung und Programmierung, meine Frau um Postversand und Konzertbuchungen und ich um die Schreibarbeit am PC. Da der Bürobetrieb nebenher läuft, kommt es natürlich auch zu Verzögerungen aber wir geben unser Bestes.

HB


A n t w o r t (zu Eintrag 6) :

- Die Idee zum Chor-Sinfonischen Projekt PLANETARIUM kam 1979. Nach Textvorlagen von Fred Gertz wollte ich die Musik in ein, zwei Jahren realisieren. Doch über zweihundert Konzerte sowie Produktionen und zusätzliche Schreibarbeit allein 1979 ließen kaum Zeit. So entstanden Fragmente, zu denen Sonnenmeer aber nicht gehörte (trotz atmosphärischer Nähe). Die Musik und den Text schrieb ich im Frühjahr 1981 und produzierte unmittelbar danach. Es war übrigens meine letzte und zugleich instrumental aufwendigste Studioproduktion in der DDR.

- Nur soviel kurz zur Entwicklung in unserem Land:
Unsere Gesellschaft hat hoch entwickelte staatlichen Rahmenbedingungen das ist unbestreitbar. Viele Menschen anderswo wären froh unter solchen Bedingungen und in solch einem Wohlstand leben zu können. Aber wir sollten nicht vergessen, dass Demokratie ein Prozess ist, der zwar auch einer Verwaltung bedarf, aber vor allem den politisch sinnvollen Aktionismus mündiger Bürger. Mündige Bürger wiederum brauchen Medien die umfassend und zugleich ausgewogen informieren, brauchen eine öffentliche politische Streitkultur auf hohem Niveau. Eben dieses Niveau vermisse ich (und denke dabei nicht nur an den Bundestagswahlkampf vor zwei Jahren).- Demokratie ist ein höchst flüchtiger Stoff wie die Geschichte lehrt!

Zum deutschen Kulturbetrieb: Das es mir und anderen Künstlern in siebzehn Jahren Deutscher Einheit nicht erlaubt war ein Konzert in Hamburg, Köln oder München (also in den alten Bundesländern) zu geben, gehört sicherlich zu den diskussionswürdigen Besonderheiten dieser Einheit.


- Die von Ihnen angesprochene Tournee mit Band (im Jahr 1980) war, obwohl äußerst umfangreich, eine Episode. Ihr ging 1979 eine Solo-Konzerttournee mit über zweihundert Konzerten voraus, in der ich am Flügel meine ersten zwei Alben (Wenn der Abend kommt und Circulus) live präsentierte. Die 1980er Band-Tournee entsprach also einer Fortsetzung der Präsentation in größerer Besetzung. So war es möglich, meine früheren Studioarrangements auch live zu realisieren. Studioproduktionen für mich als Interpreten gab es mit dieser sechsköpfigen Band nicht. Meines Wissens existieren auch keine DVD-tauglichen Live-Mitschnitte.
Zukünftig aber wären DVD-Projekte nicht nur denkbar, sondern auch wünschenswert.

HB

 

Judith und Simone

Sonntag, 13-05-07 18:43

Lieber Herr Biege,
wir beide sind 25 und 21 Jahre alt und haben Ihre Musik vor ein paar Jahren zufällig im Plattenschrank unserer Eltern entdeckt. Seitdem hören wir Ihre Musik immer wieder sehr gerne und wollten Ihnen einfach nur sagen, dass uns sowohl Ihre Lieder als auch der Klang Ihrer Stimme begeistern und unserer Meinung nach in der deutschsprachigen Musiklandschaft etwas Einmaliges sind!! Es tut gut in der vorrangig konsumorientierten Musikbranche einen Künstler wie Sie zu finden, der es versteht, musikalisches Handwerk, Kreativität und Emotion zu einem Ganzen zu verschmelzen. Die Texte vieler Ihrer Lieder sind für uns noch heute aktuell und werden es auch immer bleiben. Schade nur, dass Sie diesen Sommer keinen Konzerttermin für Berlin angesetzt haben....
Liebe Grüße,
Judith & Simone

 

Holger Biege

Sonntag, 06-05-07 20:45

A n t w o r t (zu Eintrag 5) :

Diese Stücke entstehen tatsächlich spontan im freien Spiel, also intuitiv! Kompositorisch wären sie auch kaum konzipierbar, geschweige aus dem Gedächtnis abrufbar. Sie gelingen, wenn der Kopf frei ist. Bewusstes (gezieltes) Wollen und akademisches Training öffnen hier kein Tor.
Ansatzweise war diese Spielform schon in den Siebziger Jahren Bestandteil meiner Konzerte, auf den Punkt gebracht habe ich sie dann Ende der Achtziger-. Der Ursprung aber liegt in früher Kindheit, als ich zwanglos das Klavier (unserer Nachbarsfamilie) für mich entdecken durfte.

HB

 

Nico

Freitag, 04-05-07 11:23

Hallo,

wie schwer ist es als Künstler wie Sie es sind, sich in der Musikbranche heutzutage zu behaupten? Machen Sie den CD-Vertrieb, Marketing, Konzert-Planungen alles selbst (mit Ihren Helfern)?

Vielen Dank für eine kurze Antwort und weiterhin viel Erfolg.

Viele Grüße
Nico

 

Uwe

Mittwoch, 02-05-07 18:33

Bevor Sie in den Westen gingen, arbeiteten Sie an dem musikalischen Werk "Planetarium". Dieses wurde leider nie fertig gestellt. Meine Frage: War "Sonnenmeer" das Finale und der einzige veröffentlichte Teil aus dem nicht fertiggestellten "Planetarium"? Übrigens finde ich, dass die Single "Sonnenmeer" die schönste und kraftvollste Single ist, die Sie je herausgebracht haben.

Eine weitere Frage:

Das Lied "Frühlingslied" beinhaltet sehr viel Hoffnung auf eine neue, menschliche und wahrhaft demokratische Gesellschaft. Haben sich ihre Hoffnungen, die Sie in diesem Lied zum Ausdruck bringen (teilweise) erfüllt? Wie sehen Sie die Entwicklung in unserem Land nach der "Wende"?

Eine weitere Frage:

Haben Sie auch Veröffentlichungen a la DVD geplant, bzw. die Veröffentlichung älterer Aufzeichungen aus den späten Siebzigern, wo sie ja auch mit Band unterwegs waren?. Das wär doch was!

Es grüßt herzlich, Uwe

 
 

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