Rezensionen

"Melodie und Rhythmus"
 / Sept.1978
„ ... Die erste LP Holger Bieges beweist, wie wenig er in dieses oder jenes Schubfach passen würde. Herausragend ist er eigentlich dadurch, dass er einen schönen, wahrlich neuen Ton angeschlagen hat. Das Wesentliche der Biege- Musik und seine Art, sie zu singen, besteht in der großen emotionalen Intensität. Das auf dem ersten Blick Verwunderliche dabei ist, das diese Intensität und Tiefe mittels einer durchaus als kompliziert anzusehenden Musik „erzeugt" wird."
"NBI"
 / April 1978
„ ... Die leisen Biege- Lieder mit ihrer bekenntnishaften Direktheit berühren stark..."
"Kieler Nachrichten"
 / 17.08.84
„ ... Seine Platte „Das eigene Gesicht" zeigt ihn als exzellenten Musiker, der seine eigenen rockig- flüssigen Kompositionen vom Klavier aus bestimmt und mit fülligen Bläser- und Streichersätzen anreichert."
"Hildesheimer Allgemeine Zeitung"
 / 07.12.87
„ ... Wo andere Protagonisten dieses Genres ein wenig auf der Gitarre schrammeln oder die instrumentale Ausführung ihrer Musik lieber gleich delegieren, da präsentiert sich Holger Biege als hervorragender Pianist.

Perlende Läufe, teils verquere Rhythmen, ungeheurer Drive ließen fast vergessen, dass da nur ein Mann angetreten war. Der Liedermacher könnte wohl auch mit seinem Klavierspiel einen Abend gestalten, denn auch die kurzen Zwischenspiele waren eine Delikatesse für sich.

Doch Bieges Gesang steht in keiner Weise seinem Klavierspiel nach. ... Im Laufe des Konzerts zur Hochform auflaufend, konnte er mit seiner vollen, nuancereichen Stimme das Publikum in seinen Bann ziehen. Dabei hat er eine ganz eigene Tongebung zwischen Rock, Blues und einem typischen „Liedermacher"- Klang...

Er ist kein „Niedermacher aus der Abteilung Reim dich oder ich freß dich", sondern setzt eher auf Zwischentöne. Und so reicht sein Themen- Spektrum den auch von gut beobachteten Alltagsproblemen, Sozialkritik bis hin zu sensiblen Liebesliedern.

Dabei wirkt Holger Biege nie geschwätzig oder weinerlich, immer bleiben seine Lieder kompakt und logisch, häufig mit musikalisch sehr überraschenden Schlüssen. Das vollauf begeisterte Publikum ließ den Liedermacher sein halbes Repertoire noch mal spielen.
"Junge Welt"
 / 26.01.90
„ ... Ich kann von dem Aufschrei berichten, der durch den Saal ging, als er auf die Bühne kam. Wie dieser Mann am Klavier aber singt, wie er lebt in seiner Musik „bis auf den Grund", das ist kaum zu beschreiben."
"Neue Zeit"
 / 18.02.92
„ ... Auch die überwiegend jugendlichen Zuhörer gingen begeistert mit. Holger Biege hat zwar eine Fülle neuer Lieder komponiert, getextet und arrangiert wie das eindrucksvolle „Frühlingslied", aber er brachte vor allem seine bekannten, vertrauten, seltsam zeitlosen und eigenwillig arrangierten Lieder mit. Daneben bot Biege anspruchsvolle instrumentale Intermezzi aus dem Bereich der neuen ernsten Musik.

Trotz einer Erkältung, die ihn stimmlich beeinträchtigte, sang und musizierte Biege aus dem Vollen, griff mit Leidenschaft und schwindelerregender Virtuosität in die Tasten. Er verschmolz musikalisch geradezu mit seinem Instrument, so dass es dem Zuhörer Schauer über den Rücken jagte.
"Sächsische Zeitung"
 / 15.08.94
„ ... Holger Biege nach über einem Jahrzehnt wieder in einem Konzert zu erleben fasziniert auf eigene Weise: Die vertraute Stimme und das Spiel haben nichts an Charakteristik und Kraft verloren, im Gegenteil ... Was andere mit großem technischen Aufwand nicht erreichen, hat Biege: anspruchsvolle Lieder von innerer, pulsierender Unruhe, die sich überträgt."
"Mitteldeutsche Allgemeine"
 / 30.10.95
„ ... Und was heißt da Ballade? An die Stelle äußerer Handlung tritt in den zum Teil eigenen Texten innere Entwicklung , nehmen seelische Konflikte Gestalt an."
"Sächsische Zeitung"
 / 21.03.97
„ ... Diese Art des atemlosen Vortrages, die markanten Melodien, die alltags- inspirierte Textpoesie sind eine Handschrift, wie sie einzig in der deutschsprachigen Musiklandschaft ist.

„ ... Weil er noch an Inhalte glaubt, die Leute erreichen können, unabhängig von Marktstrategien großer Labels und unabhängig von der Verpackung. Zugleich charakterisiert er im RTL- Land die Realität: ‚ ...sorgt dafür, dass Verblödung sich klont.’

Von dem, was Holger Biege bislang im Alleingang schuf, ist Zugvögel textlich und musikalisch zweifellos sein wichtigstes Werk.
"Sächsischer Bote"
 / März ’97
„ ... Ovationen für den Künstler, der sich nach sechs Zugaben, darunter seinen Oldie ‚Sagte mal ein Dichter’, spätabends fast entschuldigend von seinen treuen Fans verabschiedete: ‚Ich hab morgen noch ein Konzert in Güstrow...’.
"Ruppiner Anzeiger"
 / 09.05.97
(von Roswitha Baumert)
„ ... Über seine Zeit in Hamburg schrieb mir Holger damals:

‚Unser Leben hier im Westen war freier, und der aufrechte Gang fällt nicht schwer, wenn man ihn will. Aber kaum hatte man sich befreit von den Umarmungs- und Vereinnahmungsversuchen eines autoritären Staates, seinen Intrigen, Gemeinheiten und Drohungen, begann der Druck des Kommerzes hier. Willst du ein Publikum finden für deine Musik, unterstehst du dem Diktat des Marktes, oder besser gesagt, der Leute, die den Markt bestimmen. Also habe ich hier nur eine LP und diverse Singles produziert, gelegentlich Konzerte gegeben, aber weitgehend Abstinenz geübt gegenüber dem Musikmarktrummel. ...’
Seit 1994 tröstet mich eine CD über verpasste Live- Konzerte. „Leiser als laut" heißt sie- ist sie. Eine ungewöhnliche, aufrührende, begeisternde CD. Für mich die bisher reifste Leistung Bieges als Sänger, Komponist, Arrangeur, Musiker und Texter!"
"Ruppiner Anzeiger"
 / 12.05.97
„ ... Biege hat schon immer auf modisches Beiwerk verzichtet, Zeitgeschmack ignoriert - wurde so zeitlos. Wirkung nie als Absicht, sondern Ergebnis schier unglaublicher emotionaler und künstlerischer Intensität. Und das ist bei den neuen Titeln ( CD ‚Leiser als laut’, 1994; und ‚Zugvögel’, 1997 ) nicht anders.

... Sänger, Komponist, Arrangeur, Pianist, Texter. Und nicht von allem ein bisschen – jedes ganz, und das eine nicht von dem anderen zu trennen!

... Eine Stimme, die im Deutschsprachigen bisher ihre Nachfolger sucht."
"Nordkurier"
 / 13.01.2003
„ ... Das Publikum atmet seine Lieder geradezu,tankt neue Sinngebungen und Emotionen.Seine Songs wirken im festlich erleuchteten Backsteinambiente exelent, weil virtuos und expressiv vorgetragen.
... ein Feuerwerk der Emotionen.
... Der eigendwillige Duktus bewegt sich zwischen Liedhaftem und Arvantgardistischem."